Rezensent Thomas Wörtche ist sich nicht immer ganz sicher, ob dieses Buch seine eigenen Ambitionen voll einlösen kann - interessant ist das, was Chris Whitaker hier veranstaltet, für ihn jedoch in jedem Fall. Es gibt vor allem jede Menge Plot. Im Zentrum steht Patch, der als Teenager von einem Psychopathen gefangen gehalten wird, dann von einer Freundin namens Saint befreit wird und in der Folge über mehrere Jahrzehnte hinweg eine Frau namens Grace sucht, die ihn, das glaubt er zumindest, während seiner Gefangenschaft unterstützt hatte. Es tauchen noch diverse andere Figuren auf, fährt Wörtche fort, außerdem werden diverse Themen verhandelt, die im Amerika der Gegenwart en vogue sind, wie etwa Kleinstadtgeheimnisse und die Suche nach vermissten und missbrauchten Mädchen. Als Hauptthema schälen sich allerdings laut Rezensent Frauenrechte und Abtreibung heraus, beides wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Whitaker will offensichtlich viel mit diesem Buch, meint Wörtche, der trotz leiser Skepsis mit einem positiven Fazit schließt.