Für Rezensentin Heike Kunert ist der Roman um den arbeitslosen Postboten Herrn Jensen eine "Allerweltsgeschichte", die allerdings grandios dargeboten werde, wie sie in ihrer kurzen Kritik schwärmt. Der Tag des Arbeitslosen ist unendlich ereignislos, und Herr Jensen kann seinem neuen Alltag erst dann etwas abgewinnen, als er das Nichtstun zu seiner "Philosophie" und "Berufung" macht, erklärt die Rezensentin, die in dieser Figur einen "tragischen Helden unserer Zeit" gezeichnet sieht. Als schlicht, aktuell und wahrhaftig preist die Rezensentin diesen Roman, und dass er dabei auch noch komisch ist, gefällt ihr besonders.