David Deissner
Moral und Motivation im Werk Heinrich von Kleists
- De Gruyter
- 2009
- Taschenbuch
- 276 Seiten
- ISBN 9783484181915
War Kleist ein philosophischer Dichter? Oder waren seine frühen Ausflüge in die philosophische Essayistik ‒wie oftmals behauptet ‒ nichts weiter als schülerhafte Exerzitien im Stile der Popularphilosophie seiner Zeit? Entgegen der Schulmeinung zeigt diese Studie: Kleists Wende zur Kunst markiert weder den Abbruch philosophischer Reflexion noch wandelt er sich mit seiner Lebenskrise von 1801 ‒ jener berühmten ?Kant-Krise? ‒ zu einem ‟anti- aufklärerischen? Fürsprecher des Gefühls, das sich gegen alle zivilisatorische Zwänge spontan und unreflektiert ins Werk setzt. Kernthese ist dagegen, dass Kleist sowohl in seinen Aufsätzen und Briefen als auch in seinen literarischen Werken das Problem der Vermittlung zwischen moralischem Anspruch und menschlichem Vermögen verhandelt.
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