Rezensent Johann Hinrich Claussen empfiehlt Kurt Flaschs neues Buch als interessant, nachdenklich und überraschend. Wenn der Philosophiehistoriker sich dem Verhältnis von Christentum und Aufklärung anhand von Voltaires Auseinandersetzung mit Pascals christlichem Verständnis von der Erbsünde zuwendet, darf man gespannt sein, findet der Rezensent. Er wird nicht enttäuscht. Flasch betreibt Quellenforschung auf höchstem Niveau, inszeniert den Dialog der beiden Denker und behandelt zugleich eine eigene Lebensfrage, wenn er Dämonisierung des Gottesbildes hier und Glaubensbekenntnis dort gegeneinander abwägt, erläutert Claussen. Das ergibt laut Rezensent ein lesenswertes Arbeitsbuch, eine Tiefenbohrung, eine gescheite Grübelei.