Angela Schader erscheint zwar die Großzügigkeit, mit der Dave Eggers die Erlöse für seinen jüngsten Roman "Zeitoun" gleich dreizehn verschiedenen Hilfsorganisationen zukommen lassen will, etwas naiv. Sie kann sich offensichtlich nicht vorstellen, dass dabei viel herauskommen wird, denn einen Bestseller glaubt sie hier nicht vor sich zu haben. Dafür passt diese Geste gut zu der hier erzählten (wahren) Geschichte von Abdulrahman Zeitoun, der während des Hurrikans "Katrina" von 2005 in New Orleans zu helfen versuchte und dabei unter Missachtung aller rechtlicher Grundsätze als verdächtigter Al-Qaida-Terrorist festgehalten wurde. Der Rezensentin kommt die herausgestellte "Güte" Zeitouns und seine Standhaftigkeit, auch nachdem er solche Ungerechtigkeiten erlitten hat, zwar etwas überzeichnet vor. Doch kann sie sich vorstellen, dass die Zweifel, die sie dabei beschleichen, nicht unbedingt dem Buch, sondern vielleicht doch dem "Maß des Zynismus" des durchschnittlichen Lesers anzulasten sei.