Rezensentin Emilia Kröger applaudiert Paula Fürstenberg vor allem dafür, anders als gewohnt über Körperlichkeit und Krankheit zu schreiben. Ihr Roman erzählt von einer namenlosen Protagonistin mit gefährlichen Schwindelanfällen und von ihrem engen Freund und Mitbewohner Max, der nach dem Suizid seines Onkels Angststörungen und eine mittelschwere Depression entwickelt. Wie Fürstenberg dabei zwar metaphorisch schreibt, aber gerade nicht in handelsüblichen Metaphern des Krankseins verfährt - etwa: gesund = aufrecht, krank = liegend - und vor allem der metaphorischen Erschließung des Krankseins als Kriegsschauplatz (Panikattacke, Abwehrkräfte, Hexenschuss) andere, weniger martialische Metaphern entgegensetzt, beeindruckt die Kritikerin. Lobend hebt sie etwa die titelgebenden Weltalltage als Tage, an denen die Protagonistin von Schwindelanfällen erfasst wird und sich wie schwerelos im Weltall fühlt, hervor. Auch mit den Gesunden, die immer erst die Selbstverschuldung vor den möglicherweise krankheitsverursachenden "sozioökonomischen Verhältnissen" sehen wollen, rechne Fürstenberg ab, und nebenher gelinge ihr auch noch ein überzeugendes Porträt einer Freundschaft in der Krise. Für Kröger ein ambitioniertes, aber inhaltlich, sprachlich und "strukturell" überzeugendes Buch, schließt sie.