Dass Andrea Petkovic neben Tennis spielen auch schreiben kann, hat Kritiker Christoph Becker schon bei ihrem ersten Erzählband gemerkt, jetzt schreibt sie über ihr Karriereende und darüber, was es bedeutet, als Frau in einem Sport anzutreten, der überwiegend von Männern gesehen und reglementiert wird. Sie stellt hier die wichtigen Fragen danach, was nach dem Sport kommt und möchte "Fassaden einreißen", die verbergen sollen, dass Frauen eigentlich viel mehr nach ihrem Zyklus trainieren müssten, hält der durchaus angetane Rezensent fest. Von Menstruation und Turnieren während einer Pandemie erzählt sie auch mit Humor, so Becker, der sich darüber freut, dass die Autorin ihre Erzählstimme auch abseits des Tenniscourts findet.