Köstlich amüsiert sich Rezensentin Maria Wiesner über Helge Schneiders neuesten Kriminalroman, der sie in seiner wild-komischen Struktur auch ein bisschen an dessen Jazzmusik erinnert. Die Geschichte nachzuerzählen, ist gar nicht so einfach, räumt sie ein, es kommt ein Serienmörder vor, der seine Opfer in eine Art Cyborgs umwandelt, die von "Zitronengenever" betrieben werden - Kommissar Schneider ist dabei über zwanzig Verdächtigen auf der Spur, zwischen denen munter hin und her gesprungen wird. Fast wie im improvisierten Jazz, findet Wiesner, dazu kommt noch eine gesellschaftskritische Ebene rund ums Gendern und die Aufmerksamkeitsökonomie, die ihr ebenfalls zusagt, wie sie schließt.