Rezensent Christopher Meltzer bespricht Christoph Kramers Romandebüt im Rahmen eines Berichts über ein Gespräch mit dem Autor. Das Buch ist nicht, stellt Meltzer klar, eines jener von Ghostwritern verfassten Büchern von Fußballern über ihre Karriere, sondern ein autobiografischer Coming-of-Age-Roman. Tatsächlich geht es um eine Zeit, in der Kramers Fußballkarriere ins Stocken zu geraten drohte, in den Blick gerät dafür ein ganz normaler Teeniealltag in den Nullerjahren, in denen es um Capri-Sonne, Yu-Gi-Oh und vor allem ein Mädchen geht, in das sich die Hauptfigur verliebt - und sie auch in ihn, die Beschreibung dieser Teenieromanze gefällt dem Rezensent ziemlich gut. Auch was im Buch passiert, wenn die Liebe zu Wut wird, sagt Meltzer zu. Große Kunst vom Format eines Clemens Meyer ist das, was Kramer hier zu Papier bringt, freilich nicht, räumt Meltzer ein. Letztlich ist Kramer, schließt Meltzer, auch als Romanautor vor allem Medienprofi und so viel Rummel, wie um dieses Buch veranstaltet wird, ist ihm der Erfolg jenseits aller Fragen nach der Qualität sicher.