Mit viel Sympathie bespricht Rezensentin Karin Janker dieses Buch der Sozialwissenschaftler Aladin El-Mafaalani, Sebastian Kurtenbach und Klaus Peter Strohmeier. Es beschäftigt sich, lernen wir, mit der Stellung von Kindern in der deutschen Gesellschaft und diagnostiziert in dieser Hinsicht große Probleme: Kinder sind in der Gesellschaft in vielen Bereichen nicht erwünscht und haben nicht die Möglichkeit, für ihre Rechte zu kämpfen. Teil des Problems ist die überalterte Gesellschaft, lesen wir, die Kinder werden immer mehr in Bildungseinrichtungen abgeschoben, bis zu 40 Stunden die Woche. Und da geht es oft nicht ums Kindeswohl, fasst Janker weiter zusammen, sondern um Leistung, außerdem sind die Institutionen unterfinanziert. Mehr Geld alleine würde allerdings nicht reichen, stellen die Autoren klar, vielmehr müsste der Leistungsdruck gemindert und Kindergärten sowie andere Institutionen dahingehend reformiert werden, dass sie soziale und emotionale Unterstützung leisten, auch die Einrichtung von Zukunftsräten könnte hilfreich sein. Die Rezensentin zeigt sich mit solchen Forderungen weitgehend einverstanden.