Diesen Roman von Ärzte-Musiker Bela B kann Rezensent Jens Balzer nur in einer Haltung der Selbstgeißelung zu Ende lesen: Im Widerstreit mit dem Titel ist die Handlung gar nicht mal so geprägt von Fun, sondern erinnert stark an die Rammstein-Debatte vom letzten Jahr, auch wenn der Autor dem im Spiegel-Interview entschieden widersprochen hat, wie sich Balzer wundert. Worum gehts? Die Band Nabel Nabel ist deutlich gealtert, feiert aber nach Konzerten immer noch mit jüngeren Frauen, von denen eine einen sexuellen Übergriff anzeigt, erfahren wir. Dass das nicht besonders spaßig ist, leuchtet dem Kritiker ein, dass Bela B deswegen auch seinen literarischen Text völlig spaßbefreit und reizlos gestaltet hat, hingegen weniger. Erst, als es darum geht, den Kampf der alternden Rockherren gegen ihre "inneren Dämonen", sprich, ihre "übermächtigen Schwänze", zu schildern, zeigt der Autor Sympathie und Einfühlungsvermögen für seine Figuren, deren pseudo-deepe Beschaffenheit sich vor der Folie von platten Frauenfiguren entfaltet, was Balzer zu genervten Vergleichen zwischen Bela B und seinen Romanfiguren hinreißt.