Rezensent Hartmut Leppin rät zur Häppchenlektüre von Andreas Merkts sehr umfangreich recherchierten Darstellung der abrahamitischen Religionen, ihrer Grenzen und Gemeinsamkeiten. Vor allem das Kapitel "Zeitalter der Heiligen Schriften" hat ihm gefallen, weil er etwas lernen konnte über Kanonisierungsprozesse. Im Ganzen lobt Leppin Merkts umfassenden Blick, der bis in den Kaukasus, nach Ostafrika und ins Perserreich schaut, und die Lebendigkeit, die der Autor Diskursräumen der Spätantike verleiht. Das ist spannend, wenngleich ein dickes Brett, gibt Leppin zu.