- Harrassowitz Verlag
- 2025
- Gebunden
- 290 Seiten
- ISBN 9783447123464
Alexanders vielgestaltige Expeditionen vom Hellespont bis nach Indien erscheinen in antiken sowie neuzeitlichen Deutungen häufig als dichte Abfolge von Schlachtereignissen. Darüber hinaus lassen sich jedoch auch sozialhistorisch interessante Vorgänge beobachten, die sich in symbolischen Handlungen manifestierten und nachwirkenden Diskussionsstoff liefern: Das Begehen interkultureller Trankopfer und Trinkgelage bei relevanten Expeditionsetappen legt willentliche Inklusionsprozesse in der Beziehung zwischen „Siegern und Besiegten“ nahe. Alexanders propagandistischer Symbolakt des Speerwurfs in den „gegnerischen Boden“ sowie später durch seine Diadochen repräsentiert ein Leitmotiv territorialer Expansion, das bewusst an altorientalische Darstellungstraditionen von „Weltimperium“ anknüpfte. Solche rituellen Symbolhandlungen waren bereits aus den Text- und Bildmedien persischer Großkönige wie Dareios und Xerxes bekannt und konnten
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