Amüsantes und Lehrreiches findet Rezensentin Cathrin Kahlweit in diesem Buch von Florian Klenk. Der Journalist widmet sich darin dem Schaffen des Pathologen Christian Reiter. Geschrieben ist das Buch laut Kahlweit in der ersten Person, aber im Zentrum stehen doch die diversen Fälle, mit denen Reiter zu tun hatte, gelegentlich werde auch Kritik am medizinischen Ausbildungssystem laut. Insgesamt geht es darum, den Tod zu enttabuisieren und ihn als einen Teil des Lebens darzustellen, resümiert Kahlweit. Sie beschreibt Kahlweit einige der behandelten, teilweise politisch brisanten Fälle, unter anderem taucht Mmadi make auf, ein afrikanischer Fürstensohn, der in Österreich Karriere machte, dessen Leiche nach seinem Tod jedoch in demütigender Manier ausgestellt wurde, aber auch Ludwig van Beethoven, dem Reiter möglicherweise einmal eine Haarlocke zu Unrecht zugerechnet hat. Insgesamt scheint die Lektüre der Rezensentin ziemlich gut gefallen zu haben.