Rezensentin Andrea Gerk lässt sich von Barbara Bleischs Enthusiasmus anstecken, mit dem die Philosophin und Autorin die Vorzüge des "Älterwerdens" beschreibt, und die Midlifecrisis als Chance begreift. Krisen sind Kipppunkte, schreibt Bleisch, in denen wir das, was vor uns liegt, und das was hinter uns liegt, erst wirklich bewusst und mit größerer Klarheit wahrnehmen können. Genau darin liegt das große Potenzial dieser Lebensphase, wie Bleisch philosophisch versiert erklärt. Statt sie zu verdrängen, sollten wir diese Kipppunkte also lieber nutzen! Die Rückbesinnung kann produktive Fragen aufwerfen für die Zukunft, und die Gegenwart erleben wir intensiver, bewusster, wenn wir anfangen, uns als endlich zu verstehen. Mit diesen Überlegungen setzt Bleisch der Tristesse des verpassten Anfangs etwas entgegen. Wer offen bleibt und neugierig, kann das Leben auf seiner Mitte umso bewusster wertschätzen und gestalten, so ihre "message" - bei der Rezensentin ist sie angekommen.