Anstrengend ist Thomas Lehrs Roman gelegentlich schon ein bisschen, so Rezensent Paul Jandl, und ein bisschen überfrachtet ist er hier und da ebenfalls, gleichwohl jedoch ist das ein kunstvoll geschriebenes und in der deutschen Literatur ziemlich einzigartiges Buch. Im Zentrum steht, fasst Jandl zusammen, Manfred, ein Typ, der ein wenig glamouröses Leben führt, bevor er von einer außerirdischen Entität namens Zorrgh gekiddnappt wird, die in Schachtelsätzen spricht und uns auf eine wilde Reise quer durch die Kultur- und Geistesgeschichte mitnimmt. Hieronymus Boschs Bilder kommen ebenfalls zur Sprache, und an eben diese fühlt sich Jandl auch mit Lehrs zwischen Unsinn und Geisteshöhen pendelndem Buch erinnert, in dem es außerdem um Manfreds Liebesleben geht. Dass sich die Menschen und die Außerirdischen umso weniger verstehen, je näher sie sich kommen, ist für den Rezensenten eine der Pointen des Buchs.