Licht und Schatten macht Rezensent Rainer Moritz in Lana Lux' Roman aus. Dessen Thema ist ein Modethema: eine toxische Beziehung, die in diesem Fall, lesen wir, Faina und Philipp führen. Sie kennen sich, führt Moritz aus, seit der Grundschule, ihre Beziehung hat nichts mit Sex zu tun, bleibt in der Schwebe zwischen Liebe und Freundschaft. Faina bekommt dann ein Kind von einem anderen und zieht, weil sie nicht weiterweiß, bei Philipp ein, der immer kontrollierender und übergriffiger wird. Lux versucht, auch die Perspektive des Mannes in das Buch einzubeziehen, aber irgendwann erscheint Philipp nur noch als eine Verkörperung des Bösen, erläutert der Rezensent. Das gefällt ihm nicht so gut, da das Buch gerade da stark ist, wo es die Figuren ohne erläuternden Kommentar handeln lässt. Trotz einiger gelungener grotesker Szenen fällt das Urteil ambivalent aus: einerseits gelingt es Lux laut Moritz durchaus, Toxizität im Zwischenmenschlichen zu beschreiben, andererseits weist das Buch in der Komposition aber auch in der sprachlichen Gestaltung Schwächen auf.