Einen Mittelweg zwischen dem Weltbild eines totalen Determinismus und dem totaler Willensfreiheit will Peter Bieri mit seiner Untersuchung gehen: er verficht deshalb die These von der "bedingten Freiheit" des menschlichen Willens. Bedingt ist unsere Freiheit durch "unser Denken und Urteilen" - dennoch werden, wie Rezensent Uwe Justus Menzel anmerkt, "Erfahrungen der Unfreiheit" nicht ausgeklammert. Der Argumentationsgang hat drei Teile: im ersten stellt Bieri seine Auffassung von der "bedingten Freiheit" dar, im zweiten setzt er sich mit der falschen Idee auseinander, man könne von Freiheit des Willens nur als absoluter sprechen. Hier, in diesem umfangreichsten Teil, leistet, so der Rezensent, Bieri eine "subtile Archäologie intrikater Selbstmissverständnisse". Im dritten Teil, der, bedauert der Rezensent, eher "frugal" daherkommt, geht es um die Darstellung der "Grundlinien einer 'angeeigneten' Freiheit". Wenzel findet das Buch offenkundig überzeugend, besonders lobenswert scheint ihm seine "schnörkellos elegante" Sprache, die sich durch ihre Genauigkeit auszeichnet.