Lindemann, Thomas. Die Macht der Perzeptionen und Perzeptionen von Mächten.. Duncker & Humblot, 2001.

Thomas Lindemann

Die Macht der Perzeptionen und Perzeptionen von Mächten.

  • Duncker & Humblot
  • 2001
  • Taschenbuch
  • 318 Seiten
  • ISBN 9783428093304
Trotz zahlreicher Studien zur wilhelminischen Außenpolitik und zur Julikrise 1914 bleibt die Frage, welchen konkreten Einfluß "kriegerische" Mentalitäten und nationalistische Wertevorstellungen auf den Weltkriegsausbruch hatten. Die Ausblendung dieses "kulturellen" Aspektes unter dem Schlagwort "Manipulationsideologie" führt dazu, den deutschen Anteil am Weltkriegsausbruch lediglich mit "Strukturmerkmalen" zu erklären. Machten aber "Mittellage", zunehmende machtpolitische Schwächung des Dreibundes oder der "Widerspruch" einer industriellen Gesellschaft mit der politischen Dominanz von traditionellen Eliten (Junkern) den Krieg wirklich notwendig? Diese Studie wendet sich gegen einen solchen "Struktur-Determinismus" und hebt stärker hervor, wie die Realität von den außenpolitischen Akteuren perzipiert wurde.

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