Die Autorin Adeline Dieudonné kennt Rezensentin Barbara von Machui als Spezialistin fürs Makabere, so auch in ihrem neuen Roman: Die Ich-Erzählerin fährt mit ihrem Geliebten für ein Wochenende an den See, er stirbt an einem Herzinfarkt, aber sie kann im wörtlichen und übertragenen Sinne nicht loslassen. Sie fährt noch einige Tage mit der Leiche im Auto durch die Gegend, schreibt der Ehefrau ihres Geliebten einen langen Brief, warum sie noch Zeit mit der Leiche alleine braucht, erzählt Machui. Am Ende steht der Kontrollverlust. Das hat zwar einige inhaltliche Längen, macht aber in seiner Skurrilität großen Spaß, versichert die Kritikerin, die auch die Musik-Playlist empfiehlt, die die Autorin für den Roman zusammengestellt hat.