Aktueller und schöner kann Literatur kaum sein, jubelt Rezensentin Meike Feßmann über Samantha Harveys Booker-Preis-gekröntes Werk. Es dreht sich, erfahren wir, um eine Weltraumcrew, die sich ihrerseits in einer Raumstation um die Erde dreht, innerhalb von 24 Stunden 16 Mal. International ist die Crew, beschreibt Feßmann, die Gemeinschaft der Astronauten erstreckt sicht teils sogar auf geteilte Träume, gleichzeitig lesen wir viel über die Schönheit der Erde, vom All aus betrachtet, die wissenschaftliche Arbeit an Bord, aber auch die Sehnsüchte und Wünsche der einzelnen Figuren. Gleichzeitig fragmentarisch und intensiv ist das, so eine des Lobes volle Rezensentin, es gelingt Harvey zu zeigen, wie unser Denken von den Lebensumständen abhängt, in denen wir uns befinden. Nicht zuletzt ist das Buch auch eine Liebeserklärung an den Planeten Erde und damit, findet Feßmann, die perfekte Antwort auf die Weltraumspinnereien von Elon Musk und Co.