Am Anfang der dichten, luziden Besprechung, mit der Rezensent Dirk Knipphals Abschied nimmt von Frank Bascombe, dem Protagonisten der Romanserie Richard Fords, steht die Frage, warum dieser Frank Bascombe schreibt. Seine Karriere als Romanautor hatte die fiktionale Figur, zeichnet Knipphals nach, bereits im ersten Band abgebrochen. Inzwischen arbeitet er als Makler, hat allerdings, so der Rezensent, mit Blick auf sein eigenes Leben stets die Haltung eines Schreibenden behalten. Das zeigt sich, wie Knipphals an Textbeispielen ausführt, in Fords Formulierungskunst, die Alltägliches exakt zu fassen weiß. Knipphals gefällt die erste Romanhälfte weniger gut als die zweite, in der Frank mit seinem todkranken Sohn eine Reise durch die USA unternimmt. Selbst ein Verweis auf Heidegger führt dabei, so Knipphals, nicht zur existentiellen Schwere letzter Fragen. Schließlich denkt der Rezensent noch darüber nach, ob dieser Frank ein typischer Boomer ist. Nicht in jeder Hinsicht, meint Knipphals, weil das Leben der Hauptfigur stets im Zeichen der Überraschung und des Wandels steht.