Thematisch klingt das erst Mal interessant: eine 15-Jährige erhält vom Vater auf dessen Sterbebett den Rat, immer schön zu sparen, dann werde sie auch zu Geld kommen. Sie hält sich dran, spart an sich, spart an anderen und erwirtschaftet so bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ein hübsches Vermögen, erzählt Rezensent Jörg Plath. Nach 1918 trifft sie der Volkszorn, sie geht nach Belgrad und wird dort von zwei Betrügern um ihr Vermögen gebracht. Der Roman ist Teil der "Bosnischen Trilogie" Andrićs, die 1945 erstmals erschien. So gut wie "Die Brücke über die Drina" ist er aber nicht, meint Plath. Dafür ist das Personal zu begrenzt und der Erzähler bleibt zu oft im Allgemeinen, bedauert der Kritiker.