Wieder hat Monika Helfer ein kurzes, dichtes Buch über einen Menschen aus ihrer Vergangenheit geschrieben, weiß Rezensentin Judith von Sternburg zu berichten. Diesmal geht es, lernen wir, in gewohnt präziser, ungeschönter Sprache um Gloria, eine Freundin, die der Icherzählerin - Monika - oft eine Last ist. Und die außerdem ein Geheimnis umflort, das von Sternburg an Charles Dickens erinnert. Gloria ist, wie der Titel verrät, Jungfrau geblieben, wobei, wie die Rezensentin anmerkt, der Ausdruck Jungfernschaft möglicherweise besser passt; dass sie keinen Sex habe sei vor allem ein Zeichen dafür, dass sie bei dem, was für andere das Leben ist, selten mitmache. Zwischendrin, fährt von Sternburg fort, erzählt Monika die Handlung von Filmen nach, die sie nicht gesehen hat oder spricht ihrem Mann Michael, der im echten Leben Michael Köhlmeier heißt und ebenfalls Schriftsteller ist. Gern mehr davon, schließt eine äußerst angetane Rezensentin.