Unterhaltend, aber letztlich doch irgendwie unbefriedigend, findet Rezensentin Daniela Strigl den neuen Roman von Doris Knecht, der eine Protagonistin in den Blick nimmt, die viel mit ihrer Autorin gemeinsam hat. Die Kinder ziehen aus, vom Vater der beiden ist sie längst getrennt, die große Wohnung wird plötzlich zu groß und sie muss umziehen in das kleine Schreibatelier, heißt es. Es geht um "Wohnen und Eigentum", um das weibliche Schreiben, das immer wieder Bezüge zu Virginia Woolf herstellt, um das titelgebende Vergessen und Ausmisten, um Phobien und Therapien - vielleicht um ein bisschen zu viel, überlegt Strigl, der auch die Sprache etwas zu gewollt salopp daherkommt. Auch wenn selbstironische Passagen darin sie immer wieder zum Lachen bringen, kommt ihr das Buch letztlich doch vor "wie der Versuch, eine Glosse zum Roman aufzublasen."