Rezensentin Sophia Zessnik empfiehlt Eva Reisingers Buch über eine matriarchalische Dorfgemeinde nicht nur Leserinnen. In einem fiktiven österreichischen Ort schließen sich Frauen zusammen, um sich gegen die Gewalt zu wehren, die sie von Männern erfahren - und um Rache zu nehmen. Das Buch stellt ein Gedankenexperiment dar, lesen wir, die Autorin, die bisher mit journalistischen Texten auf das Thema männliche Gewalt und Femizid aufmerksam machte, versucht sich hier vorzustellen, wie eine "angstfreie Welt" für Frauen aussehen könnte. Reisinger fehlt noch ein bisschen die Übung, meint die Rezensentin, die Sprache ist noch etwas unentschlossen und den Figuren fehlt es an Tiefe. Nichtsdestotrotz bietet das Buch mit seiner Kampfansage an das Patriarchat einen erfrischenden Perspektivwechsel, schließt Zessnik.