In John Düffels elf "Wassererzählungen" kommen zwar ausnahmslos kleinere und größere Gewässer vor, künstliche und natürliche, es wird ab- und aufgetaucht, man ist aufgewühlt und auch sonst dem semantischen Feld dienlich, aber nie schiebt sich die Wasserthematik unangenehm in den Vordergrund, lobt Christoph Schröder. Meist sind es Familiengeschichten, die Düffel erzählt, fast immer nach dem Vater-Mutter-Kind-Schema, das auf seine institutionellen Vorzüge für das Individuum abgeklopft wird, so der Rezensent. Ohne sich unnötig aufzuspielen, demonstriert Düffel dabei seinen schriftstellenden Variantenreichtum, indem er ganz unterschiedliche Rhythmen und Stimmungen bedient, ohne je wirklich an einer zu scheitern, erklärt Schröder angetan.