Martina Wildner kennt Rezensentin Anna Nowaczyk als Autorin von Jugendromanen, in denen der Sport eine wichtige Rolle spielt, so auch in ihrem neuen Buch: Dennis und Jay sind ziemlich gute Leichtathleten, haben aber eigentlich keine Lust, einem Verein beizutreten. Erst als sie beim Einbruch in alte Güterwaggons erwischt und vor die Wahl gestellt werden, entweder zum Probetraining zu kommen oder zur Polizei zu müssen, ändert sich das, erfahren wir. Der Roman werde aus Dennis' Perspektive erzählt, der behütet aufwachse, eigentlich gehe es aber vor allem um seinen Freund Jay. Nowaczyk liest die Geschichte eines Jungen, der es nicht so gut hat wie sein Freund, bei dem die Familie beengt wohnt und sich streitet, der oft wütend ist und Mist baut, aus dem Dennis ihn dann rettet. Die Kritikerin lobt, dass Wildner ihre Figuren mit der nötigen Tiefe ausstattet und nicht einfach in Gut und Böse unterteilt - sie hätte sich sogar noch ein bisschen mehr Umfang der Geschichte gewünscht, um sie alle noch ein bisschen besser kennenzulernen, versichert sie.