In einer Doppelrezension bespricht Elisabeth Bauschmid neben diesem Roman auch Camilleris "Der unschickliche Antrag".
1) "Der Hund aus Terrakotta":
Hier beschränkt sich Bauschmid auf eine kurze inhaltliche Zusammenfassung der Geschichte. Besonders hebt sie die Übersetzung von Christiane von Bechtolsheim hervor, der sie in ihrer Arbeit eine "selbstverständliche Leichtigkeit" bescheinigt.
2) "Der unschickliche Antrag" (edition Lübbe):
Bauschmid hatte offensichtlich grossen Spass bei der Lektüre, auch wenn man es in diesem Camilleri-Roman nicht mit Kommissar Montalbano zu tun bekomme. Dafür werde dem Leser anlässlich eines Antrags auf eine Telefonleitung etwas vorgestellt, was Bauschmid die "sizilianische Lösung" nennt - und für die sie einige erläuternde Bespiele anführt. Bauschmid versteht dies als persönlichen Kommentar des Autors zu den derzeitigen italienischen Verhältnissen, begrüsst es aber, dass Camilleri den Roman in Dialogen und Briefen verfasst hat und als Person dadurch im Hintergrund bleibt. Sie vergleicht das Buch mit einem Puzzlespiel, das der Leser selbst zusammen fügen müsse, dafür aber in den Genuss "böser Lakonik" und "wunderbarer Komik" gelange. Camilleris Sizilianisch hält sie allerdings eigentlich für unübersetzbar, auch wenn Moshe Kahn sein Bestes getan habe.