- Neues Leben, Verlag
- 2026
- Taschenbuch
- 160 Seiten
- ISBN 9783355019316
Werner Seelenbinder wird in Stettin geboren, 1909 zieht Familie nach Berlin-Friedrichshain. Die Mutter betreibt einen Krämerladen, der Vater wird als Soldat einberufen. Mit harter körperlicher Arbeit hält Seelenbinder sich und die Familie über Wasser. Und er entdeckt sein Talent fürs Ringen, tritt einem Arbeitersportverein bei. Bald auch der kommunistischen Partei. Ist in der Roten Hilfe aktiv. 1933 erringt er seinen ersten deutschen Meistertitel. Bei der Siegerehrung verweigert er den Hitlergruß. Noch lautet die Strafe nur 16 Monate Trainingsverbot. »Du fährst in Ausland, du kannst berichten, was in Deutschland geschieht«, sagen die Genossen. Er nutzt seine Reisen zu Wettkämpfen, um Papiere zu schmuggeln, verteilt Flugblätter. In Berlin
Aus dem Abschiedsbrief Werner Seelenbinders am tage seiner Hinrichtung: »Die Stunde des Abschieds ist nun für mich gekommen. Ich habe in der Zeit meiner Haft wohl alles durchgemacht, was ein Mensch so durchmachen kann ... Ich hätte gerne gemeinsam mit Euch, mit meinen Freunden und Sportkameraden, die Köstlichkeiten und Annehmlichkeiten des Lebens, die ich jetzt doppelt zu schätzen weiß, nach dem Krieg erlebt … Ich weiß aber, dass ich in den Herzen von Euch und auch bei vielen Sportanhängern einen Platz gefunden habe, den ich immer darin behaupten werde. Dieses Bewusstsein macht mich stolz und stark und man wird mich in letzter Stunde nicht schwach sehen.«
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Am 17.03.2026