Dieses Buch und sein Autor verdienen es, Beststeller zu werden, findet Rezensent Joachim Scholl. So atemberaubend schön, zugleich so spannend, so berührend und im konstruktiven Sinne beunruhigend können nur wenige über den Ozean und seine Artenvielfalt schreiben, sowie über die Gefahr, in der diese Vielfalt schwebt. "Das große Spiel" ist zwar vordergründig eine packende Geschichte über Freundschaft, Konflikte, finanziellen Erfolg, Innovation und über digitale Technologien. Der eigentliche Mittelpunkt der Geschichte jedoch ist nicht das superreiche, alternde Computer-Genie, nicht der Lehrer Rafi Young und seine Frau, die Künstlerin Ina, die auf der der Koralleninsel Makatea leben, und auch nicht die Meeresforscherin Evelyne Beaulieu, über die wir allerhand erstaunliche, wundersame Fakten über das Meer vermittelt bekommen, sondern der Ozean selbst, so Scholl. Von ihm gilt es zu erzählen, ihn gilt es zu retten. Ob die Technologien derer, die ihn zerstören, dafür das richtige Mittel sind, diskutiert Powers, ohne abschließende, allzu einfache Antworten zu geben, so der beeindruckte und bewegte Rezensent.