Rezensent Martin Oehlen ist froh, dass die britische Sinologin Sarah Brooks es nicht beim Kurzgeschichtenformat belassen und stattdessen einen umfangreichen Roman über den Transsibirien-Express geschrieben hat: 1899 besteigt eine Reihe ganz verschiedener Reisende den Zug, schnell gerät alles aus der Bahn, als das sogenannte "Ödland" zwischen Peking und Moskau sich auf gespenstische Weise dem Zug annimmt. Es gibt geheimnisvolle Reisende, Scharfschützen, eine 16-jährige Heldin, die im Zug geboren wurde, Menschenhaut mutiert und ein seltsames Wesen taucht auf, erzählt Oehlen, der eine Menge Spaß hatte mit diesem Roman, der sich zwischen Liebes- und Abenteuergeschichte, Fantasy- und Ökoroman bewegt und "lustvoll auf die Fantasie" setzt.