Das Urteil Andreas Nentwichs zu diesem Buch fällt zwiespältig aus. Schlinks Stärken macht er an den Stellen aus, wo es um ?das Für und Wider in Konflikten? geht. Als Beispiel dafür nennt er Schlinks Schilderungen von Missverständnissen und ungewollten Verletzungen in einer Beziehung des Nazi-Sohns Andi mit der amerikanischen Jüdin Sarah in der Geschichte ?Die Beschneidung?. Problematisch findet der Rezensent jedoch den ?Bodensatz von Klischees?, den er in allen Texten dieses Buches ausmacht. Viel zu viel erscheint ihm in den Beziehungsgeschichten konstruiert, kaum nachvollziehbar. An solchen Stellen tendieren die Texte nach seiner Ansicht leicht zu einer ?kalten Unterhaltsamkeit, die so lebensecht und realitätsgesättigt ist wie ein Früchtejoghurt oder eine Tütensuppe naturidentisch?.