Benjamin von Stuckrad-Barre und Martin Suter plaudern in ihrem neuen Buch miteinander - und bleiben dabei auffällig oberflächlich, schreibt die Rezensentin Christiane Lutz. Das gemeinsame Buch dokumentiert die Gespräche der beiden über Blumen, ihre und fremde Eitelkeit und Prominenz, begleitet von einer PR-Kampagne, bei der Prominente den Buchtitel auf Instagram performten, wie zum Beispiel Jürgen Vogel oder Verena Altenberger, si Lutz. Trotz dieses Hypes bleibt das Buch in der Tiefe zurückhaltend: Persönliche Themen wie der Verlust von Suters Frau oder Stuckrad-Barres schwieriges Verhältnis zum Vater werden zwar angeschnitten, aber nie wirklich ausgeleuchtet, moniert die Kritikerin. Stattdessen lenken beide immer wieder mit Humor ab und pflegen eine Inszenierung der eigenen "brüchigen Eitelkeit". Das Ergebnis ist nett, stellenweise witzig, doch ob diese private Unterhaltung wirklich zur öffentlichen Lektüre werden musste, bleibt fraglich, schließt die Kritikerin.