Ein einziges "Ärgernis" ist dieser Roman für den Rezensenten Roman Bucheli. Erzählt wird darin von einem Koch namens Marvan, der eher nebenbei eine aphrodisische Speise von gründlichster Wirkung kreiert. Mit allen allzu erwartbaren Folgen. Aber mit diesem Gimmick fangen die Probleme, die Bucheli mit dem Buch hat, noch kaum an. Eigentlich schlimm sei nämlich der offenkundige Wunsch Suters, so ziemlich jeden tagespolitisch aktuellen Themenpunkt irgendwie in seiner Geschichte unterzubringen, von Waffenhandel bis Finanzkrise und Schweinegrippe. Damit werde er nicht nur diesen Themen selbstverständlich niemals gerecht, auch seine ganze Romankonstruktion gehe, so Bucheli, bei dieser sinnlosen Überladung einfach hopps. Die Krone setze diesem "thematischen Tuttifrutti" dann die durchweg waltende "stilistische Nachlässigkeit" auf.