Rezensent Hans-Albrecht Koch nimmt sich Goethes Rat zu Herzen, die heitere Liebesgeschichte von Daphnis und Chloe einmal im Jahr zu lesen. Das Werk des Longos findet Koch herausragend, zumal in der Übersetzung von Kurt Steinmann. Wie die beiden Findelkinder die Liebe entdecken, scheint Koch zu entzücken. Allerdings erkennt er auch die Ironie im Text, etwa wenn die Fortschritte in der Liebe, die die beiden machen, immer wieder nur zu weiterer Unruhe angesichts von Schönheit und Küssen führen. Für Koch eine vergnügliche Lektüre, die den Vielleser auch erkennen lässt, welche Spuren Longos in der Literatur hinterlassen hat.