Roald Dahl ist es herzlich egal gewesen, was Erwachsene über seine Kinderbücher dachten. Und so hält sich auch Rezensent Alexander Menden mit Kommentaren zum Inhalt von Dahls Geschichten zurück, den müssen Kinder bewerten und sie bewerten ihn seit Jahrzehnten mit der höchsten Auszeichnung: Anhaltendem Gelächter. Stattdessen richtet er sein Augenmerk auf die Übersetzungsleistung. Im Allgemeinen lesen sich die Neuübersetzungen recht beschwingt und erfreulicherweise frei von "zeitgeistiger Achtsamkeit", ist Menden beruhigt. Die besondere Herausforderung, deutsche Entsprechungen für Dahls Neologismen und Sprachspielereien zu finden, haben die Übersetzenden größtenteils gut gemeistert, findet Menden. Allerdings hätte er sich hie und da doch ein bisschen mehr Wagemut und Fantasie gewünscht, ja er hat sogar ein paar konkrete Vorschläge anzubringen, wie man Wörter wie "bibble" und "churgle" noch ein wenig schöner ins Deutsche übertragen könnte. Abgesehen von solchen Kleinigkeiten jedoch freut sich der Rezensent für die neue Generation von Kindern, die nun mit etwas weniger "betulichen" Versionen von Dahls Geschichten aufwachsen dürfen.