Rezensent Wolfgang Schneider liest Thomas Manns Essays aus den Jahren 1926-1933 mit Gewinn. Mann sei hier weniger abgeklärt zu erleben, meint er, in politisch hysterischen Zeiten. Mann spricht über die Wirtschaft nach Versaille, über den neuen Irrationalismus und verteidigt sich gegen seine Feinde, mit rhetorischer Wucht und durchaus harten Bandagen, erkennt Scheider. Dass die "Schmähtexte", auf die Mann reagiert, im Kommentar enthalten sind, hält Schneider für sinnvoll, ebenso die Aufnahme kürzerer Texte wie Grußworte, Nachrufe und Buchempfehlungen, weil diese besonders historisch aufschlussreich sind, wie er findet. Wie aufgeschlossen sich Mann in den Essays gegenüber neuen Medien wie Radio und Film zeigt, gehört für Schneider unter anderem zu den überraschenden Erkenntnissen der Lektüre.