Christian Seiler verschlägt es schier den Atem angesichts der "furiosen" Mixtur von Familienepos, Science-Fiction, Liebesgeschichte und Geschichtsbuch der Dominikanischen Republik - um nur einige Genremerkmale dieses Romans zu nennen, für den Junot Diaz 2008 den Pulitzerpreis bekam. Nicht der Plot um den übergewichtigen Außenseiter Oscar, der von New Jersey in die Heimat seiner Mutter, die Dominikanische Republik, reist, macht den Reiz dieses Romans aus, sondern die Figurenzeichnung und die alles andere als lakonische Sprache, erklärt der Rezensent. Indem der Autor, der selbst aus der Dominikanischen Republik nach New Jersey ausgewandert ist, "trashkulturelle Immigrantensprache" mit dem "magischen Realismus des dritten Jahrtausends" vermischt, indem er, von der erzählten Gegenwart ausgehend, durch Rückblenden immer weitere Bedeutungsebenen einzieht, gelingt ihm ein Werk, das die Bezeichnung "Epos" wirklich verdiene, so der Rezensent begeistert.