Der hier rezensierende Lyriker und Sinologe Wolfgang Kubin empfiehlt Wei Zhangs Roman, besser Abgesang und Schmerzensdokument, meint er, über Chinas "Großen Sprung nach vorn". Dass die Autorin ein besseres Deutsch schreibt als mancher Muttersprachler findet Kubin sagenhaft. Und auch, dass sie Humor hat (laut Kubin eine Seltenheit unter Chinesen). Das umfangreiche Personal im Text überfordert den Rezensenten zwar, dennoch scheint ihm das Buch gelungen - als unterhaltsames Yin und Yang von Dunkel und Licht. Eins stößt Kubin allerdings wirklich schlecht auf: Männer wie Trottel und Frauen, die vor allem durch Po und Brüste auffallen. Was für ein Personal!