Beeindruckt, aber zu einem gewissen Grad vielleicht auch befremdet liest Carlota Brandis diesen aus schmerzhaften Splittern zusammengesetzten Roman, der gewissermaßen als lyrisches Protokoll die Innenwelt eines deprimierten - und deprimiert heißt hier wirklich deprimiert - und rebellierenden bis gewalttätigen Jugendlichen wiedergibt. Der Roman ist anstrengend zu lesen, so Brandis. Dennoch kann sie Porters Aufschrei einer gequälten Seele auch einiges abgewinnen. Porters Roman sei der Versuch, das " das außen Wahrgenommene mit dem Inneren in Einklang zu bringen", und ist das nicht geradezu eine Definition von Literatur? Ausdrücklich lobt Brandis die Übersetzungsarbeit Uda Strätlings und Matthias Göritz'.