"Ungeschönt ehrlich" findet Rezensentin Elke Schlinsog den Kreuzberg-Clown Vito, Held des ersten Romans von Anton Weil, der im Brotberuf eigentlich Schauspieler und Musiker ist. In einem langen Bewusstseinsstrom folgen wir Vito und vor allem seinem fortgesetzten Scheitern, Panikattacken und Neid auf Flirtende inklusive. Am wichtigsten sind aber Schlinsog zufolge die Passagen, die sich mit dem Krebstod der Mutter des Protagonisten auseinandersetzen. Mit "Sogwirkung" wird hier überzeugend über Einsamkeit und Schmerz geschrieben, resümiert die Kritiker.