Im dritten Kriminalroman um die Detektivin Sarah Conti verwebt Fabio Lanz alias Martin Meyer, ehemaliger Feuilletonchef der NZZ, Elemente der Kulturgeschichte und psychologische Abgründe in einem erzählerischen "Höllenritt", wie Rezensent Dieter Borchmeyer schreibt. Der Mord in Zürichs feiner Gesellschaft wirkt wie ein Kunstwerk, das Bildung, man liest das ("Intelligenzblatt" NZZ und vertraut auf "gute Sitten") auf groteske Weise persifliert und die doppelte Moral hinter glanzvollen Fassaden enthüllt, resümiert der Kritiker. Mit der klugen, musikalischen Sarah bringt Lanz Spannung und Tiefgang in die Ermittlung, die zur Entlarvung eines Psychotherapeuten führt, der Patienten manipuliert und in den Selbstmord getrieben hat. Dieser ist aber gleichzeitig das Mordopfer und Conti kommt der Spur der Rächer der vielen Opfer des Psychotherapeuten auf die Spur, lesen wir. Der Kritiker lobt, wie Lanz in mythischen Bildern und treffenden Dialogen die moralische Fragwürdigkeit einer Elite beschreibt, deren selbstgeschaffenes Chaos am Ende die eigenen Verbrecher gebiert.