- Chronos Verlag
- 2026
- Taschenbuch
- 148 Seiten
- ISBN 9783034018333
Mit 24 Abbildungen und 18 Schwarzweiß-Abbildungen. Richard Dindo (1944-2025) ist ein herausragender Exponent des Schweizer Dokumentarfilms. Mit "Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S." hat er tief auf das helvetische Selbstverständnis eingewirkt. Öffentlich aufgerüttelt haben auch "Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg" und Untersuchungen zum gewaltsamen Tod von Jugendlichen in den 1980er-Jahren ("Dani, Michi, Renato & Max", "Verhör und Tod in Winterthur"). Dindos Motivation galt der Erinnerung an Widerständige, an Rebellen und Träumer, oft mit Blick auf deren utopisches Potenzial. Mehr und mehr ist er dabei in autobiografischem Material fündig geworden: bei Max Frisch vorab, bei Jean Genet, Ernesto "Che" Guevara, Arthur Rimbaud, Max Haufler, Charlotte Salomon, Henri Matisse oder Paul Gauguin. Bislang hat eine eingehende Darstellung von Dindos Methode filmischer Rekonstruktion von Erinnerung gefehlt.
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Ausgehend von seiner Prämisse, dass Nichterinnerung Selbstzerstörung ist, erhellt dieser Streifzug durch das OEuvre seine Bedeutung und Vielseitigkeit.
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