Mit hohem Lob bedenkt Jürgen Brocan diesen Gedichtband der Lyrikerin Louise Glück, einer Neuschreibung des antiken Persephone-Mythos. Er schätzt die hervorragende Komposition des Bands, die Verknüpfung der Motive und die "schnörkellose", lyrische, aber nie pathetische Sprache. Das Werk vereint in seinen Augen im Durchspielen des antiken Mythos sämtliche Themen und Fragen, die die Dichterin von Anfang an umgetrieben haben: Abschied und Rückkehr, Körper und Seele, fatale Mutter-Tochter-Bindungen, Zukunftsängste und Erinnerungen, Schönheit, Natur, die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Liebe. Bisweilen scheinen ihm diese Themen "allzu schmerzhaft subjektiv" behandelt. Andererseits sieht er gerade darin eine Stärke der Gedichte: "dass sie im gleichen Atemzug robust und verletzlich sind".