Martin Ebel staunt, wie Daniel Kehlmann sein Faible für den Schauder in der Literatur in dieser Erzählung fruchtbar macht, indem er das Unheimliche und das Über- und Metafiktionale miteinander verschränkt. Der Autor lässt darin Zitate an Kings "Shining" anklingen, verrät Ebel, der die Kritik an der vermeintlichen Schwäche des Gänsehautfaktors in Kehlmanns Text pariert, indem er erklärt, dass es darum nicht geht. Statt auf die blutige Axt setze der Autor auf das Grauen durch den Verlust des Verlässlichen, in den persönlichen Verhältnissen, bei den Dimensionen, die Zutaten des Gruselgenres nutze er nur als spielerische Geste, so Ebel. Auch ohne Blut, Todesangst und Brutalität lernt Ebel das Gruseln, dadurch, dass der Autor den Leserkopf zum Spukhaus macht und damit die Schauerliteratur vorantreibt, wie der Rezensent anmerkt.