Hark Bohm und Philipp Winkler haben laut Rezensent Tobias Lentzler einen eindrücklichen Roman über das Ende des Zweiten Weltkriegs geschrieben. Die erste Hälfte spielt während des Kriegs, die Geschichte um eine regimetreue Mutter, und ihre drei Kinder, eines davon der zehn Jahre alte Nanning, basiert auf den Jugenderinnerungen des als Autorenfilmer bekannt gewordenen Bohm. Wo zunächst die Versuche Nannings im Zentrum stehen, die Familie mit Nahrungsmitteln zu versorgen, geht es in der zweiten Hälfte um den veränderten Blick des Jungen auf die Welt und auch um die plötzliche Ablehnung, die seine Familie erfahren muss, erzählt Lentzler. Er lobt besonders die Naturbeschreibungen, die sich gelegentlich auch zu Allegorien auf die Grausamkeit des Krieges fügten.