Rezensentin Elena Witzeck verliert über die ausgewählten Grimmschen Märchen in diesem Band kaum ein Wort. Nicht, weil es dazu nichts zu sagen gäbe, sondern weil die Sensation für sie in den Illustrationen von Burkhard Neie liegt. Die sind laut Witzeck nicht nur erfahrungsgesättigt, weil der Zeichner für Gerichtsreportagen sich auskennt mit Schicksal, Rache, Sühne, sondern auch wie im Comic, wenn sie immer wieder die "Illusion brechen". Dazu schafft Neie spielerische Details, subtile Noten, erklärt die Rezensentin. Und plötzlich schaut uns ein Jäger mit Hipster-Gesicht an oder eine Magd mit dem Blick einer Abiturientin, so Witzeck. Dass diese Details nicht inhaltsleer sind, sondern voller Erkenntnis, daran glaubt sie fest. Die Leserin muss nur ein bisschen danach suchen, meint sie.