Vor fünfzig Jahren erschienen, vor fünf Jahren verfilmt, liegt Christopher Isherwoods Roman "A Single Man" in einer hervorragenden neuen deutschen Übersetzung vor, freut sich Rezensent Christoph Seibt und gesteht, dass ihm dieser Roman noch virtuoser als Isherwoods "Leb wohl, Berlin" erscheint. Und so liest er einmal mehr gebannt und bewegt die Geschichte des 58 Jahre alten kalifornischen Literaturprofessors, der an der Trauer über den verstorbenen Lebenspartner stirbt. "Herzzerreißend" nennt Seibt den Roman, der ihm berührend-tiefe Einblicke in das Leben eines Außenseiters gewährt. Selten hat der Rezensent ein derart "wahrhaftiges" Buch gelesen.