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Neue Taschenbücher im Oktober 2025 Mit Empfehlungen zu Salman Rushdie, Sasa Stanisic, Davide Coppo und Thomas Meyer
Wir läuten den Taschenbücher-Herbst ein mit einer exzellenten Auswahl: Mit großer Spannung erwartete die Kritik Salman Rushdies Buch "Knife" über das Attentat auf ihn im Jahr 2022, bei dem er ein Auge verlor und nur knapp mit dem Leben davonkam: Die Zeit sang eine Hymne auf dieses "warmherzige" Buch, das nicht nur den Tathergang in nervenaufreibender Manier erzählt, sondern außerdem eine kluge Reflexion über Traumata und die Selbstheilungskräfte des Körpers darstellt. Die FAZ war schwer beeindruckt von der pointierten Erzählweise dieses "literarischen Meisterwerks", taz, Dlf und SZ stimmten euphorisch in das Lob mit ein. Es ist vielleicht das Buch mit dem längsten Titel, das jemals mit dem renommierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet wurde: "Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne" von Sasa Stanisic sorgte bei der Kritik sowohl für Nachdenklichkeit als auch für prächtige Unterhaltung. Ausgehend von einer Träumerei von vier Migrantenkindern, lässt Stanisic in zwölf Geschichten seine Helden auf die Suche nach dem Glück gehen. Die FAZ staunte über die Scharfsinnigkeit, mit der der Autor die Probleme der vier Jugendlichen in in Deutschland seziert - und gleichzeitig den Glauben an das Gute weckt. Zwar spielt Davide Coppos Roman "Der Morgen gehört uns" in den Zweitausender Jahren - die Frage, die ihn hier beschäftigt, ist aber gerade heute wieder äußerst relevant. Warum üben rechte Bewegungen so eine große Anziehungskraft gerade auf junge Menschen aus? Die NZZ empfahl eine berührende "Anatomie der Radikalisierung", die sich klug an das Thema herantastet. Die SZ war begeistert von dieser hervorragend recherchierten Analyse der Entwicklung eines desorientierten Jungen zum rechtsradikalen Schläger. Große, begeisterte Aufmerksamkeit wurde Thomas Meyers neuer "Hannah Arendt" - Biografie zu Teil, das laut Kritik Zeug zum neuen Standardwerk hat. Die SZ staunte über Meyers "sensationelle" Quellenfunde, die zum Beispiel Arendts Engagement in der zionistischen Jugend-Alijah beleuchten und die Rettung hunderter jüdischer Kinder vor den Nationalsozialisten bezeugen. Und auch die Zeit war hin und weg von diesem völlig neuen Blick auf Arendts Leben und Werk.